Restaurierungswerkstatt

Textilkonservierung

Mehr als 100 Kleidungsstücke haben in einem sehr schlechten Zustand die Zeit seit der Existenz von S-21 überdauert. Diese werden zurzeit konservatorisch behandelt. Darüber hinaus sieht sich das Museum verantwortlich, Richtlinien zum Lagern und zum Umgang mit Textilien sowie zu ihrer Verwendung bzw. Ausstellung zu entwickeln.

Die aktive Restauration der Textilien begann im Jahr 2016 als ein neues Projekt, da diese Objekte besonders empfindlich und vergänglich sind aufgrund der Witterungsbedingungen in Kambodscha. Ebenso ist die Berücksichtigung des Ausstellungsortes in Zukunft eine Herausforderung, da die Kleidungsstücke außerdem lichtempfindlich und anfällig für Schädlinge sind. Jacken, kurze und lange Hosen, Brieftaschen, Schuhe, kleine Taschen und viele weitere Objekte können durch dieses Projekt bewahrt und für eine Ausstellung in Zukunft konserviert werden.

Das zentrale Ziel der Konservierung ist, den weiteren Verfall zu stoppen bzw. wesentlich zu verlangsamen.

Dazu müssen Objekte gesäubert werden, welche aus chemisch-heterogenen Komponenten zusammengesetzt sind, darunter Leder, Pergament, Knochen, Glas, Holz und Metall. Dies gehört zu den schwierigsten Aufgaben. Für die Restauration der Textilien wird möglichst dasselbe und genauso behandeltes Material, aus dem die Originale bestehen, benötigt. Für fehlende Teile, Löcher und dergleichen müssen für die Ausbesserung dieselben Herstellungstechniken verwendet werden wie vor 40 Jahren. Dies ist sehr zeitaufwendig. Rekonstruierte Objekte sollen dem originalen Zustand so nah wie möglich kommen, und die rekonstruierten bzw. restaurierten Objekte sind oftmals länger haltbar.

Das Museum plant, eine zusammenfassende Datenbank über die textilen Materialien und Objekte zu erstellen. Diese soll auch Aufschluss über die wissenschaftlichen Standards der restauratorischen Arbeit geben. Hierbei sollen auch digitale Fotografien und Metadaten für die weitere Forschung über diese Artefakte zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, zukünftig 2.000 Objekte in dieser Datenbank zugänglich zu machen.

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