Über Uns

UNG SOCHIVY, Stellvertretender Leiter der Tour Guides

Wie wurden Sie in die Arbeit des Museums einbezogen?

Im Jahr 1987 arbeitete ich in der Restaurationsabteilung des Ministeriums für Kultur und Kunst. Ich hatte allerdings einen weiten Arbeitsweg. Ende 1987 entschied ich mich für eine Tätigkeit am Tuol Sleng Genocide Museum, weil es näher an meinem Zuhause lag. Zu dieser Zeit war es nicht schwierig, eine Anstellung am Museum zu bekommen, da nur wenige Menschen hier arbeiten wollten. Damals hatte das Museum nur 20 MitarbeiterInnen.

Was fordert Sie am meisten heraus bei Ihrer Arbeit als Tour Guide?

Das Sprechen über die Lebensbedingungen der Menschen unter der Herrschaft der Roten Khmer deprimiert mich. Ich selbst bin ein Opfer des Regimes.
Ich verlor meinen Vater und drei Geschwister durch die Herrschaft der Roten Khmer. Als Tour Guide spreche ich täglich über diese Geschichte, die mich immer an das schwere Leben damals erinnert.

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit am Museum?

Wenn ich den BesucherInnen von meinen Erfahrungen während der Herrschaft der Roten Khmer erzähle, nehmen sie häufig großen Anteil und manche fangen sogar an zu weinen. Ich bin allen BesucherInnen sehr dankbar, die wirklich Interesse an der schrecklichen Geschichte Kambodschas zeigen. Durch meine Arbeit kann ich dazu beitragen, das Wissen über die Geschichte Kambodschas zu verbreiten und insbesondere an die kommende Generation Kambodschas weiterzugeben, damit sie sie nicht vergessen und anderen Menschen darüber erzählen.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre beste Erfahrung am Museum

Auch wenn es mir emotional schwerfällt, die Geschichte immer wieder zu erzählen, bin ich motiviert, wenn die BesucherInnen interessiert sind und sich berühren lassen. Die meisten BesucherInnen versuchen, mich wiederrum zu motivieren, und bedauern, was mit mir und anderen KambodschanerInnen damals passiert ist.

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